Welcher Nager passt zu mir?

Ob Meerschweinchen, Hamster oder Maus – jeder Nager hat seine Vorzüge und ist vor allem eins: süß!

Dennoch solltest du dir vor dem Kauf genau überlegen, welches Tier am besten zu dir passt. Denn trotz vieler Gemeinsamkeiten, unterscheiden sich die Nager häufig auch in vielen Punkten voneinander. Genau deswegen stellen wir dir die drei Nager mit ihrer unterschiedlichen Lebensweise einmal vor und hoffen, dass dir die Entscheidung für dein perfektes Haustier danach einfacher fällt.

 

Meerschweinchen

Haltung:

Meerschweinchen sollte man mindestens zu zweit, am besten jedoch in einer kleineren Gruppe halten, da es sehr gesellige Tierchen sind. Durch die Anzahl der Meerschweinchen erklärt sich gleichzeitig auch die Größe des Käfigs. Eine Faustregel: Pro Meerschweinchen sollte die Käfiggröße ungefähr 0,5m² – 1m² betragen.

 

Aktivität:

Meerschweinchen sind tagaktiv.

 

Lebenserwartung:

Die Lebenserwartung der Meerscheinchen liegt ungefähr bei sechs bis acht Jahren. Die richtige Versorgung, Haltung und das gesunde Futter spielen hierbei allerdings eine große Rolle. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass Meerschweinchen bis zu zwölf Jahre alt geworden sind.

 

Nahrung:

Die kleinen Tierchen bevorzugen hauptsächlich Grünfutter wie Heu, Löwenzahn, Kamille und Saftfutter wie beispielsweise Gurke, Paprika, Endiviensalat oder Steckrüben.

 

Kuschelfaktor:

Meerschweinchen werden mit der Zeit immer zutraulicher und lassen sich dann auch gerne streicheln; trotzdem sind es keine Kuscheltiere!

 

 

Hamster

 Haltung:

Die kleinen Nager werden am besten alleine gehalten, da sie strikte Einzelgänger sind. Trotzdem benötigen sie von uns Menschen viel Zuwendung für ihre täglichen Spielstunden. Wichtig zu beachten: Hamster nie aus ihrem Käfig nehmen, da es sich für die kleinen Nager so anfühlt, als würden sie von einem Greifvogel geschnappt werden. Tipp: Einfach die vordere Käfigtür offen lassen und den Hamster mit etwas Futter zu sich locken!

 

 

Aktivität:

Hamster sind nachtaktive Tiere.

 

Lebenserwartung:

Hamster werden eineinhalb bis drei Jahre alt, einige Tiere sterben allerdings auch früher. Grund dafür sind häufig auftretende Tumore oder Haarballen im Verdauungssystem.

 

Nahrung:

Die kleinen Tierchen lieben es Pflanzen und Obst wie z.B. Äpfel, getrocknete Bananen und Erdbeeren. Mit dem Füttern von getrockneten Insekten und Magermilchprodukte machst du deinen Hamster immer wieder eine Freude.

 

Kuschelfaktor:

Da Hamster zu den Einzelgängern gehören, lassen sie sich zwar nicht gerne streicheln, auf die Hand nehmen oder kuscheln, spielen kann man mit den kleinen Tierchen aber trotzdem auf gewisse Art und Weise. Zudem ist jedes Hamstergemüt anders, also einfach mal langsam ran tasten, wie

„kuschelig“ dein Hamster wirklich ist.

 

 

Maus

 Haltung:

Mäuse hält man am besten zu zweit; in einer Gruppe ab vier Tieren fühlen sie sich aber am wohlsten, da sie ihr arttypisches Gruppenverhältnis dort am besten ausleben können. Alleine fühlen sich die kleinen Tiere unwohl, einsam und sterben früher. Aufgrund der Gruppenhaltung brauchen Mäuse auch ein dementsprechend großes Gehege mit vielen Lauf, -Kletter- und Buddelmöglichkeiten.

 

Aktivität:

Mäuse sind dämmerungs-und nachtaktive Tierchen.

 

Lebenserwartung:

Die Lebenserwartung von Mäusen liegt bei ungefähr eineinhalb bis zweieinhalb Jahren. Ähnlich wie bei Hamstern sind auch Tumore häufige Gründe für einen früheren Tod.

 

Nahrung:

Mäuse lieben Gemüse und Obst, egal ob Gurke, Salat, Apfel, Birne oder Kiwi. Zudem sind sie große Liebhaber von verschiedenen Zweigen (Haselnuss, Erle oder Johannisbeerstrauch) und tierischen Eiweißen in Form von Heuschrecken und getrockneten Mehlwürmern.

 

Kuschelfaktor:

Mäuse werden bei guter Behandlung und Haltung immer zutraulicher. Schenkt der Besitzer den kleinen Tierchen genug Aufmerksamkeit, wird das Streicheln der Mäuse kein Problem sein, da diese den Menschen als akzeptiertes Familienmitglied ansehen. Wichtig zu beachten ist jedoch, dass man die Mäuse wieder zurück in den Käfig setzen sollte, sobald diese sich unwohl fühlen. Das Festhalten sorgt nämlich nur für ein schlechteres Verhältnis.

 

Bild von Shutterstock.com / Photok.dk