Hundesteuer – wieso, weshalb, warum

Hunde sind in Deutschland heutzutage die beliebtesten Haustiere, neben den Katzen. Kein Wunder! Er ist Tröster, Liebhaber und treuer Begleiter in jeder Situation. Und auch den altbekannten Hunde-Blick kennt jeder Hundebesitzer da draußen. Doch unsere lieben Freunde auf Vier Pfoten kosten uns auch einiges an Geld. Neben den typischen Sachen wie Futter, Arztbesuche oder Spielsachen, die jedem sofort in den Kopf kommen, gibt es auch noch eine weitere Ausgabe, die vor allem hundelosen Menschen nicht ganz geläufig sein wird: Die Hundesteuer.

Ursprung:

Die erste Hundesteuer wurde im 16. Jahrhundert eingeführt und nannte sich damals Hundekorn oder Bede. Sie musste von Bauern als Jagdfrontdiensten an ihre Fronherren bezahlt werden. Später kamen andere Begründungen auf. Im 19. Jahrhundert wurde in Preußen und Bayern ebenfalls eine Hundesteuer eingeführt. Sie wurde als Luxussteuer bezeichnet, da man das Halten eines Tieres, welches kein Nutztier war, als Luxus angesehen hatte. Wer genug Geld dafür übrig hatte ein Tier zu halten, lebte also über seinen Grundbedürfnisse. Der Begriff Luxussteuer ist den meisten Menschen auch heute noch geläufig.

Allgemeine Informationen:

Die Hundesteuer ist eine direkte Steuer, da der Hundehalter hierbei sowohl Steuerträger als auch Steuerpflichtiger ist. Des Weiteren ist sie eine Gemeindesteuer, mit der das Halten eines Hundes besteuert wird. Da sie eine öffentlich-rechtliche Abgabe ist, steht sie keinen Leistungen gegenüber wie z.B. das Reinigen der Straßen von Hundekot. Das Verwalten der Steuer steht den Gemeinden und Städten zur Verfügung. Der jeweilige Betrag, der zu bezahlen ist und ob überhaupt eine Hundesteuer erhoben werden soll, darf von jeder Gemeinde selber bestimmt werden. Bilsen und Raa-Besenbek sind allerdings die einzigen Kommunen in Deutschland, die auf die Hundesteuer verzichten.

Einkommenunabhängig

Bei der Abgabe der Hundesteuer sind alle Bevölkerungsschichten gleich betroffen. Sie ist also nicht auf das jeweilige Einkommen eines Menschen bezogen.

Sie wird als Jahressteuer pro gehaltenen Hund erhoben und variiert in den verschiedenen Hunderassen. Die als „gefährlich“ geltenden Hunderassen, wie zum Beispiel Dobermänner, Pitbulls oder Rottweiler müssen eine wesentlich höhere Jahressumme zahlen. Mit solch einem Hund kann man im Jahr schon mal bis zu 600 Euro abgeben. Gewerbliche Zucht, Blindenhunde und Hüte-oder Gebrauchshunde sind hierbei allerdings von den Steuern befreit.

Diskussionen: Warum eine Hundesteuer zahlen

Viele Hundebesitzer fragen sich natürlich, was denn heutzutage der Grund hinter der Hundesteuer ist und warum gerade Hunde die einzigen Tiere sind, für die solch eine Steuer überhaupt existiert. In den Familien, zwischen Hundebesitzern und vor allem im Internet, wird stark über dieses Thema diskutiert. Viele Hundebesitzer können es einfach nicht nachvollziehen, warum Sie eine Steuer zahlen müssen, andere Tierhalter jedoch nicht. Vor allem weil diese in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Dieses Jahr liegt die Hundesteuer im Raum Hamburg um die 90 Euro.

Die einzigen zwei Gründe, die wir für euch herausgefunden haben, sind: die Anzahl der Hunde in den Gemeindegebieten sollen in Grenzen gehalten werden und das Halten eines Hundes wird heutzutage immer noch als Luxus bewertet.

Auch bei diesen Aussagen kommen gerade bei Hundebesitzer wieder Diskussionen auf. Wieso soll die Anzahl an Hunden in einer Gemeinde begrenzt sein, was ist z.B. mit Obdachlosen, die als einzigen „Besitz“ noch ihre Hunde haben. In diesem Falle wäre das doch definitiv kein „Luxusbesitz“ oder was ist mit den Millionen von Katzenhaltern, die keinerlei Steuern zahlen müssen? Bis heute konnte, trotz der vielen Diskussionen, nichts an der Hundesteuer geändert werden. Aber mal sehen, was die Zukunft noch bringt.

Was haltet ihr von der Hundesteuer? Findet ihr die jährlichen Abgaben gut oder würdet ihr sie lieber abgeschafft sehen?

P.s Alle Hundehalter zugehört! Wisst ihr eigentlich, was ihr in dieser Jahreszeit im Zusammenhang mit euren Vier Beinern besonders beachten müsst?